Sprung ins kalte Wasser - Wirtschaftsbund fordert mehr Tempo bei Verkehrsprojekten

Dem WB-Linz Obmann Markus Raml und seinem Team steht das Wasser bis zum Hals. Wie auch tausenden Pendlerinnen und Pendlern, die tagtäglich in kilometerlangen Staus stecken. Als Zeichen des Protests gegen das weitere Hinauszögern wichtiger Verkehrsprojekte – wie dem Bau der neuen Eisenbahnbrücke und des Westrings - springt das WB-Team ins kühle Nass.

v. li. n. re.: Dr. Barbara Postl, Doris Nentwich, Peter Lemmerer, GD Mag. Christoph Wurm, Mag. Martin Sonntag, Mag. Martin Moser

© Judith Willnauer MBA (WB)

vlnr: Peter Lemmerer, Mag. Elke Riemenschneider, Mag. Johannes Pracher, Dr. Barbara Postl, Mag. Martin Sonntag, Doris Nentwich, GD Mag. Christoph Wurm, Mag. Markus Raml, StR. Doris Lang-Mayerhofer, BGF Gregor Lugmayr, Mag. Martin Moser, Dr. Thomas Denk

© Judith Willnauer MBA (WB)

Am Montag, 24. Juli stürzen sich Unternehmerinnen und Unternehmer in Margarethen in die Fluten der Donau, um nach 1,5 Kilometer am anderen Ufer in Alturfahr, Höhe Steinmetzplatzl anzukommen. Wozu das WB-Team (Mag. Christoph Wurm (Generaldirektor der VKB Bank), Mag. Martin Moser (Regionaldirektor der VKB-Bank), Mag. Martin Sonntag (WKOÖ), Dr. Thomas Denk (WKO Linz), Mag. Johannes Pracher (Kepler Society), Doris Nentwich (Nentwich Doris Kommunikation), Peter Lemmerer (Werbeconnection), Dr. Barbara Postl (WKOÖ), Josef Mayerhofer (Fa. Maylan), Christian Mastny (Fa. Toprein), Gregor Lugmayr (WB Linz) 15 Minuten brauchte, verlangt den Pendlerinnen und Pendlern tagtäglich mehrere Stunden ab. Das Überqueren der Donau ist durch den Abriss der Eisenbahnbrücke fast ein Ding der Unmöglichkeit geworden. Die fehlende Alternative hat monströse Staus rund um Linz und in der Landeshauptstadt zur Folge. Auch die Verzögerungen des Westring-Projektes spitzt die Lage weiter zu.

Kein Vorankommen – im Stau und in der Politik
Der Wegfall der Eisenbahnbrücke vor rund 17 Monaten hat die Verkehrssituation in Linz schier unerträglich gemacht. Die Alternative, die neue Donaubrücke, soll Entlastung bringen: Allerdings erst ab voraussichtlich 2020. Mit dem Bau wurde immer noch nicht begonnen. Stockend geht es nicht nur im Verkehr weiter. Der Zeitplan für die A26, dem Linzer Westring, ist ebenfalls ungewiss. Auch der Baubeginn der zweiten Straßenbahn-Achse ist aus heutiger Sicht völlig offen. „Worauf warten wir bei den wichtigen Verkehrsprojekten?“, fragt sich WB-Linz Obmann Markus Raml und fordert mehr Tempo bei der Umsetzung.

„Stauzone“ Linz
Staus gibt es aber nicht nur auf den Straßen. Auch bei längst überfälligen und vom Wirtschaftsbund schon lange geforderten Projekten „staut“ es. Die Belebung des Donau-Ufer Bereichs wäre eine wichtige Infrastrukturmaßnahme, leider fehlt es derzeit aber am Notwendigsten: Etwa einer öffentlichen WC-Anlage. Ein WB-Vorschlag von vielen ist etwa eine Anlegestelle für private Tourismus-Sport-Boote mit Tankmöglichkeit. „Keine andere an einem Fluss gelegene Stadt, lässt die sich bietende Gelegenheit aus, dieses Flussufer touristisch und gastronomisch zu nutzen. Wir verschwenden Ressourcen und verärgern nicht nur Unternehmen, die zur Belebung einen Beitrag leisten könnten, sondern auch die Linzerinnen und Linzer, weil man ihnen diesen Lebensraum förmlich vorenthält“, ärgert sich Raml.

 

Problemfelder:

Nibelungenbrücke
Egal ob morgens oder abends: Wer über die Nibelungenbrücke muss, braucht starke Nerven. Seit Wegfall der Eisenbahnbrücke haben sich die Staus auf sämtliche Zufahrtsstraßen zur Brücke ausgeweitet.

Haselgraben
Ein Fixstarter in den Verkehrsfunks ist der "Haselgraben“, B126 Leonfelder Bundesstraße. Für Pendler, die aus Richtung Bad Leonfelden kommen, hat sich die Anfahrtszeit nach Linz durch den Wegfall der Eisenbahnbrücke deutlich verlängert. Zu den Kernzeiten heißt es auch in Urfahr: Nichts geht mehr.

Voest-Brücke
Gerade am Morgen reicht der Stau auf der Voest-Brücke bis Mittertreffling bzw. Engerwitzdorf zurück. Seit dem Wegfall der Eisenbahnbrücke staut es auch auf den Auf- und Abfahrten der Voest-Brücke.

B127
Auf der B127 aus Ottensheim stellen sich Pendlerinnen und Pendler aus den Bezirken Urfahr-Umgebung und Rohrbach fast täglich einer Geduldsprobe. Beginnend in Ottensheim setzt sich der Stau über Puchenau und der Rudolfstraße bis über die Nibelungenbrücke fort.

A1/A7
Leider keine Seltenheit ist auch der tägliche Stau von Ansfelden bis zum Knoten Linz. Teilweise reicht bis Haid zurück. Wer deshalb zwischen 10 bis 20 Minuten auf der Strecke lässt, muss dann noch einige Minuten auf der A7 einrechnen. Auch im Bereich Haid, Traun und Pasching ist die Situation nicht besser. Ob B139, B1 oder Traunuferstraße: Pendlerinnen und Pendler lassen unfreiwillig viel Zeit auf der Straße.

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