Wirtschaft weiterhin im Aufschwung

Länderübergreifender Meinungsaustausch über Konjunktur, Gewerbeordnung und die bevorstehenden Wahlen.

v. li. n. re.: Wolfgang Greil, Rainer Wolf, Wolfgang Uhl, Elmar Forster und Andreas Kattnigg von B‘VM-Beratung

© WB OÖ

Zu einem länderübergreifenden Meinungsaustausch kam es kürzlich zwischen Dr. Elmar Forster Hauptgeschäftsführer der deutschen Handwerkskammer für Mittelfranken mit seinen beiden Geschäftsführungskollegen und dem OÖ Wirtschaftsbunddirektor Wolfgang Greil im Mozarthaus der Wirtschaft in Linz. Hauptthema war die vor dem Sommer im Nationalrat beschlossene Gewerbeordnungsnovelle sowie die Wirtschaftskammerreform 4.0 in Österreich. Ebenso wurde über die allgemeine wirtschaftliche und politische Situation in den beiden Ländern diskutiert. 

Einig war man sich, dass eine allzu große Gewerbeliberalisierung nachteilig für die Qualität der Produkte und Dienstleistungen sowie für die Qualifikation der Mitarbeiter – Stichwort Lehre – ist. Die Gäste aus Bayern zeigten sich daher positiv beeindruckt von der maßvollen Gewerbeordnungsreform in Österreich, wo die entsprechenden Zugangsvoraussetzungen wie eine Meisterprüfung erhalten wurden und damit die Qualität für die Konsumenten gesichert bleibt.

Mit der kürzlich beschlossenen Wirtschaftskammerreform hat Österreich bereits einen Meilenstein gesetzt, der auch für Deutschland wegweisend sein kann. Dort gibt es neben der Handwerkskammer (HWK) auch eine eigene Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie nach Branchen die verschiedensten Innungsverbände. Österreich hat im Gegensatz dazu alle Kräfte in der WKO gebündelt. In Deutschland sind allerdings die ArbeitnehmerInnen in der Handwerkskammer paritätisch vertreten.

 

Beide Länder stehen auch vor einem heißen Herbst mit Nationalrats- bzw. Bundestagswahlen. Daher wurde auch dieses Thema intensiv beleuchtet und man ist zuversichtlich, dass die konservativen Kräfte sowohl in Deutschland als auch in Österreich mit einer klaren Ausrichtung ihrer Programme auf den Wirtschaftsstandort erfolgreich sein werden.

 

„Die äußerst positiven Konjunkturdaten in unserem Nachbarland lassen auch uns in Oberösterreich bei aufkeimender Stimmung zuversichtlich in die Zukunft schauen. Um diesen Aufwärtstrend zu unterstützen, müssen jetzt die richtigen Maßnahmen gesetzt werden: Volle Konzentration auf den Wirtschaftsstandort, Investitionsanreize schaffen, Fachkräftemangel beheben und Überregulierung abbauen“, zieht WBOÖ-Direktor Wolfgang Greil ein positives Resümee über den Meinungsaustausch mit den Vertretern unseres wichtigsten Wirtschaftspartners.

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