ERFOLGE bei der sozialen Absicherung der Selbständigen

In den letzten Jahren konnte die SVA für die Versichertengemeinschaft mehr erreichen, als in den drei Jahrzehnten zuvor. Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten konnten die Leistungen der SVA konsequent verbessert und ausgebaut werden.

Unter anderem:

  • Selbstbehalt sozial ausgewogen: Deckelung mit 5 Prozent des Einkommens
  • Bonus bei Erreichen der Gesundheitsziele
  • Wochengeld für Selbständige verdoppelt
  • Bezugsfreie Unterstützungsleistung bei längerer Krankheit
  • Breites Gesundheitsangebot (z.B. Burnout Prävention etc.)


Derzeit werden gerade weitere Verbesserungen verhandelt, die insbesondere im Bereich der SVA Beitragsvorschreibung einen weiteren Flexibilisierungsschub bringen sollten. Ziel soll sein, dass Versicherte ihre Beitragszahlungen unbürokratisch möglichst nahe an ihre aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse anpassen können. Konkret sollen SVA-Versicherte bei der Beitragsvorschreibung ab 2016 von folgenden Maßnahmen profitieren:

  • Monatliche Einziehung
    • SV-Beiträge sollen künftig auf Antrag mit Einziehungsauftrag auch monatlich eingehoben werden können
    • Die Sozialversicherungsbeiträge für Selbständige werden bisher ausschließlich quartalsweise vorgeschrieben. Wenn diese nicht rechtzeitig entrichtet werden, fallen Verzugszinsen für die rückständigen Beiträge an. Dies bewirkt, dass bei Selbständigen, bei denen bei Fälligkeiten ein vorübergehender Liquiditätsengpass herrscht, teilweise Verzugszinsen angelastet werden. Dieses Problem fällt weg, wenn eine monatliche Einziehung erfolgt. Insgesamt wird damit die Flexibilität erhöht.
  • Erhöhung der vorläufigen Beitragsgrundlage ermöglichen
    • Künftig wird es mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei den Beiträgen zur Sozialversicherung geben.
    • Schon jetzt besteht kann die Beitragsgrundlage herabgesetzt werden, wenn die tatsächlichen Einkünfte wesentlich von den Einkünften laut Einkommensteuerbescheid des drittvorangegangenen Jahres abweichen. Die vorläufige Beitragsgrundlage wird künftig auf eigenen Wunsch erhöht werden können, wenn sich die Einkommenssituation entsprechend ändert. Die Höhe der Beiträge entspricht somit zeitnah der aktuellen Einkommenssituation.
  • Neben diesen Verbesserungen im Bereich der Beitragsvorschreibung soll im Bereich der Kostenanteilsbefreiung für Selbständige mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50% zu Erleichterungen kommen. Ein automatischer Datenaustausch zwischen dem Sozialministeriumservice und der SVA soll garantieren, dass eine rechtzeitige Information über die Antragsmöglichkeit erfolgen kann.
  • Unmittelbar umgesetzt wird auch die Überbrückungshilfe, die bisher als Pilotprojekt installiert war. Sie soll bereits 2015 ins Dauerrecht übergeführt werden. Damit erhalten Unternehmen in schwierigen Situationen einen Zuschuss zu den Beiträgen zur Kranken- und Pensionsversicherung.
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