Exportnation Österreich
16. Juni 2025
Neue Chancenmärkte als Kompass in unsicheren Zeiten
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16. Juni 2025
Neue Chancenmärkte als Kompass in unsicheren Zeiten
Der Export ist Österreichs wirtschaftliche Lebensader – 6 von 10 Euro werden im Ausland verdient. Doch 2024 markiert eine Trendwende: Das Exportvolumen sank erstmals seit Jahren – um knapp 10 Mrd. Euro auf 191 Mrd. Euro. Besonders herausfordernd: Acht unserer zehn wichtigsten Exportmärkte liegen in Europa – genau dort gab es zuletzt Einbußen. Auch für 2025 bleibt der Ausblick getrübt: Mit Ausnahme Italiens und Tschechiens steht in den Top 10-Märkten in den ersten beiden Monaten ein Exportminus.
Neue Spielregeln im Welthandel setzen heimische Exporteure unter Druck
Neben konjunkturellen Dämpfern trifft die österreichische Exportwirtschaft ein struktureller Wandel: preisliche Wettbewerbsnachteile, zunehmender Konkurrenzdruck durch China und andere asiatische Staaten sowie ein stagnierender Welthandel infolge geopolitischer Spannungen. Die internationale Industrieproduktion entwickelt sich zunehmend asynchron – China liegt mit einem Plus von 35,4 % deutlich vor den EU-Schwergewichten, deren Output noch immer unter dem Covid-Vorkrisenniveau liegt. Zugleich wächst der Welthandel laut IWF nur noch knapp halb so schnell wie das BIP, protektionistische Maßnahmen haben sich seit 2016 vervierfacht – eine bedrohliche Entwicklung für exportorientierte Volkswirtschaften wie Österreich.
Acht Chancenmärkte mit großem Potenzial
Um gegenzusteuern, wurden acht Regionen identifiziert, die ein zusätzliches Exportpotenzial von rund 20,8 Mrd. Euro bieten: Nordamerika (11,1 Mrd. Euro), Südamerika (1,0 Mrd. Euro), Südostasien & Ozeanien (3,3 Mrd. Euro), Indien (1,1 Mrd. Euro), Golfregion (1,2 Mrd. Euro), Westbalkan (1,0 Mrd. Euro), Zentralasien (0,5 Mrd. Euro) sowie Japan (1,3 Mrd. Euro).
Chancen gezielt nutzen – Exportmotor wieder in Gang bringen
Österreich ist und bleibt ein Exportland. Doch die Spielregeln ändern sich. Deshalb ist es zentral, mit einer modernen Exportstrategie gegenzusteuern. Der 15-Millionen-Euro-Exportbooster aus dem Standortpaket der Bundesregierung ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um gezielt in neue Märkte vorzustoßen, bestehende Förderinstrumente wie „go-international“ auszubauen und strukturelle Hindernisse abzubauen.