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      Konjunktur in Österreich verläuft flach

      11. November 2025

      Schwaches Wachstum, hohe Inflation und leichte Entspannung bei der Unternehmensstimmung prägen die aktuelle Wirtschaftslage.

      Die österreichische Wirtschaft stagniert: Seit Jahresbeginn zeigt das Bruttoinlandsprodukt kaum Wachstum. Die Unternehmensstimmung hellte sich im Herbst zwar leicht auf, doch hohe Energiepreise und eine Inflation von rund 4 % belasten weiterhin die Haushalte.

       

      Laut WIFO hat sich die Kostenschere zum Euro-Raum durch steigende Energiepreise erneut geöffnet – das schwächt mittelfristig Kaufkraft der privaten Haushalte und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Österreich. Investitionen und Exporte werden aktuell durch US-Zollpolitik beeinflusst, während der Welthandel zuletzt an Dynamik verlor. Dennoch zeigt sich die Stimmung in Industrie und Bauwirtschaft etwas verbessert, Handel und Dienstleistungen stagnieren.

       

      Die Konjunktureinschätzungen der österreichischen Unternehmen hellten sich laut WIFO-Konjunkturtest in den letzten Monaten etwas auf und lagen nur mehr knapp im negativen Bereich. In der Bauwirtschaft verbesserte sich die Stimmung merklich. Im Einzelhandel und im Dienstleistungsbereich bewegen sich die Indikatoren hingegen tendenziell seitwärts. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Indikator für das heimische Verbrauchervertrauen ist seit Jahresbeginn in der Tendenz unverändert. Zuletzt rechneten deutlich mehr befragte Haushalte mit höheren Preisen als noch vor einem Jahr, und die Einschätzung ihrer finanziellen Situation trübte sich im Herbst ein.

       

      Infolge der flachen Konjunktur ist die Zahl der aktiv unselbständig Beschäftigten seit Ende 2024 weitgehend unverändert. Während der Personalstand in der Industrie sank, stieg er im Gesundheits- und Sozialwesen stark. Die Beschäftigung stagniert seit Ende 2024 weitgehend. Die Arbeitslosenquote steigt leicht, da die schwache Konjunktur das höhere Arbeitskräfteangebot nicht absorbieren kann.

       

       

      Grafik: In Österreich stieg der Energiepreisindex zu Jahresbeginn 2025 stark und liegt nunmehr wieder deutlich über jenem des Euro-Raumes insgesamt
      Quelle: Eurostat, Macrobond
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