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      Konjunkturradar

      22. September 2025

      Leichte Erholungstendenzen

      Die längste Rezession der österreichischen Nachkriegsgeschichte wurde im ersten Halbjahr 2025 von einer Stagnation abgelöst. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen leicht positive Impulse vom privaten Konsum aus. Demgegenüber standen allerdings rückläufige Entwicklungen bei Exporten und Investitionen. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ein kleines, konsumgetriebenes Wachstum des österreichischen BIP von 0,3 %.

       

      Die außenwirtschaftlichen Bedingungen bleiben aufgrund der US-Zollpolitik und der Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar schwierig. Zudem hat Österreich in den letzten zweieinhalb Jahren insgesamt 8 % seiner Exportmarktanteile verloren. Neben dem Rückgang der preislichen Wettbewerbsfähigkeit spielte dabei auch die erstarkte Konkurrenz aus China auf den höherwertigen Produktmärkten eine wichtige Rolle. Auch der europäische Außenhandel bereitet Probleme: Der überwiegende Teil der Exportrückgänge fand bislang innerhalb der EU statt.

       

      Ebenfalls angespannt dürfte die Investitionstätigkeit im zweiten Halbjahr bleiben. Dies ist auf die nach wie vor schwache Wohnbauinvestitionstätigkeit zurückzuführen, die trotz der bereits erfolgten Senkung der Kreditzinsen noch nicht angezogen hat. Die steigende Nachfrage nach Wohnbaukrediten signalisiert jedoch, dass sich die Situation in den kommenden Quartalen verbessern dürfte. Insgesamt wird die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs in diesem Jahr verhalten ausfallen und hinter dem EU-weiten Wachstumstrend zurückbleiben.

       

       

      Grafik: Wachstumsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt, Österreich, in Prozentpunkten
      Quelle: OeNB, BIP-Wachstumsbeitrag gegenüber dem Vorjahresquartal
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