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      Paketflut aus Asien stoppen

      20. November 2025

      Doris Hummer und Martin Sonntag fordern sofortige Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze

      Die enorme Zunahme von Billigpaketen aus China setzt den österreichischen Handel unter Druck. Während österreichische Händler die europäischen und nationalen Vorschriften strikt einhalten müssen, besteht der Verdacht, dass chinesische Händler die europäischen Regelungen – insbesondere in Bezug auf Zölle, Abgaben und Produktsicherheit – nur unzureichend beachten

       

      „Deshalb ist es zu begrüßen, dass die EU-Finanzminister auf Drängen der Interessenvertretung der Wirtschaft die Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze beschlossen haben. Die Umsetzung muss sofort erfolgen, der Paketflut aus Asien muss so rasch wie möglich ein Riegel vorgeschoben werden“,

      so WKOÖ-Präsidentin und Wirtschaftsbund-Obfrau Doris Hummer.

       

      „Der EU-Kommission zufolge hat sich in der Europäischen Union das Paketvolumen aus China seit 2023 mehr als verdreifacht auf zuletzt 4,17 Milliarden Sendungen. Teilt man diese Stückzahl nach dem Bevölkerungsschlüssel auf, entfallen auf Österreich mehr als 80 Millionen Pakete allein im Jahr 2024“,

      berichtet Martin Sonntag, Obmann (WB) der Sparte Handel in der WKOÖ.

       

      Online-Plattformen wie Temu und Shein gewinnen rasant Marktanteile. Laut Konsumentenbefragungen stiegen die Ausgaben bei Temu 2024 um rund 40 Prozent auf eine Milliarde Euro. Billigmode der chinesischen Online-Plattformen gefährdet Gesundheit und Umwelt. Von 20 untersuchten Kleidungsstücken der Anbieter Temu und Shein wurden sieben als nicht verkehrsfähig eingestuft, sie dürften in der EU nicht verkauft werden. Die Grenzwerte hinsichtlich Chemikalien und Schwermetallen wurden teils tausendfach überschritten.

       

      „Europäische Händler brauchen faire Wettbewerbsbedingungen. Produktsicherheits-, Verpackungs- und Entsorgungsvorschriften müssen für alle gelten – auch für Importe aus China. Einseitige Vorteile schaden Handel, Konsumenten und der Umwelt. Rechtliche Lücken für Online-Anbieter müssen jetzt geschlossen und der Binnenmarkt geschützt werden“,

      so Sonntag abschließend.

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