Finanzminister Hartwig Löger zu Gast bei Doris Hummer im Mozarthaus der Wirtschaft.

Unternehmerinnen und Unternehmer diskutierten mit Minister Hartwig Löger im Haus der Wirt-schaft über das Regierungsprogramm und was sich darüber hinaus noch ändern muss. Der Wirtschaftsbund begrüßt den eingeschlagenen Weg der Regierung und die Konsolidierung.

© WB-OÖ | Willnauer

„Der eingeschlagene Weg hin zum Nulldefizit, zur Abgabensenkung und zur Entbürokratisierung ist ein Kurswechsel der vor allem bei den unternehmerisch Denkenden in Oberösterreich auf breite Zustimmung stößt.  Es gab schon lange nicht mehr eine derart konstruktive und produktive Zusammenarbeit. Jetzt warten wir vor allem auf die Umsetzung der im Regierungsprogramm festgeschriebenen Entlastungen“, so Präsidentin Doris Hummer.

Finanzminister Löger sprach über die derzeit günstige Ausgangs- und die gute Stimmungslage aber auch über die Notwendigkeit für die Zukunft des Landes vorzusorgen.

„Das Dach des Hauses muss bei Sonnenschein repariert werden und nicht erst dann wenn es hineinregnet. Es ist wichtig den richtigen Rahmen für das Wirtschaftswachstum und für neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür arbeiten wir an der Senkung der Abgabenquote in Richtung 40 Prozent, an Einsparungen im System und an der Entlastung in Hinblick auf die Einkommenssteuer. Es ist auch unsere Aufgabe die EU-Ratspräsidentschaft als Chance zu nutzen und die Digitale Besteuerung voranzutreiben,“ so Löger.

Namhafte Vertreter aus der Wirtschaft brachten zahlreiche Praxisfälle mit, die als Denkanstoß an das Ministerium gerichtet wurden. Dabei ging es unter anderem darum, die Lohn- und Einkommensteuerbasis sowie die Sozialversicherungsbasis grundlegend zu vereinfachen. Es wurde der Ausbau der Digitalisierung gefordert. Dazu wurde die Einführung einer ID-Card mit umfangreichen, gespeicherten Informationen vorgeschlagen oder die Einrichtung einer einzigen Datenschnittstelle als Netzwerk für die gesamte Verwaltung, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Auch das Thema Registrierkasse wurde aufgegriffen und die UnternehmerInnen forderten, dass die 15 Warengruppen zur Bezeichnung der Ware auf Kassabons unbefristet weiter gelten sollen. Positiv begrüßt wurde die Senkung der Mehrwertsteuer von 13 % auf 10 % auf Übernachtungen.

„Ein Treffen mit den Bundesministerien ist für uns sehr wichtig und bietet uns die Möglichkeit, Anliegen mit denen die UnternehmerInnen tagtäglich konfrontiert sind, direkt und unbürokratisch weitergeben zu können. Da spürt man die gute Zusammenarbeit und das Miteinander,“ blickt  Hummer positiv in die Zukunft.

nach oben