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      "Donau. Fluch & Segen" – OÖ- & NÖ-Sonderausstellung startet am 5. Mai

      Erstmals in Österreich wird in einer Ausstellung die Dramatik der Donauhochwässer einst und jetzt gezeigt, aber auch viele Facetten des prosperierenden Lebens mit und an der Donau werden zum Thema. Bundesrat Gottfried Kneifel und Landeshauptmann-Stv. Wolfgang Sobotka präsentierten in Tulln auf der MS „Stadt Wien“ die grenzüberschreitende OÖ-/NÖ-Ausstellung „Donau. Fluch & Segen“. Die Ausstellung wird am 5. Mai durch die Landeshauptleute Josef Pühringer und Erwin Pröll an den Standorten Ennshafen in Oberösterreich sowie Ardagger in Niederösterreich eröffnet und ist dann bis 7. November geöffnet.

      Die Eröffnung ist auch gleich der Auftakt zu mehr als einem Dutzend Großveranstaltungen und 80 kleineren Begleitaktivitäten, die die Menschen von beiden Seiten der oö. und nö. Donaugrenze im Machland und im Strudengau 2010 näher zusammen bringen sollen. Bis November wird die spannende Sonderausstellung „Donau. Fluch & Segen“ dann im Logistikzentrum des Ennshafens/OÖ und im historischen Pfarrhof von Ardagger Markt/NÖ zu sehen sein.

      „Seit Jahrtausenden war die Donau sowohl Trennlinie als auch Bindeglied für die Menschen“, weiß Kneifel, OÖ-Projektleiter und Ennshafen-Aufsichtsratsvorsitzender, über die internationale Bedeutung der Donau als verbindendes Element zu berichten. „Als Wasserstraße und Handelsweg führt der Strom im Herzen Europas sogar ganze Völker zusammen. Die Donau verbindet Europa. Der Donauraum als attraktive Zukunftsregion Europas – auch diese Perspektive zeigen wir in unserer Ausstellung.“

      „Gemeinsame Probleme wie das Hochwasser und wechselseitige Dammprojekte haben vor mehr als zwei Jahren zur Idee einer gemeinsamen Ausstellung geführt“, betont Sobotka. „Mit ,Donau. Fluch & Segen‘ haben wir daher ein Thema aufgegriffen, das viele Menschen bewegt – zumal wir diese mit dem Ennshafen und mit Ardagger an Orten mit selbst hoher Betroffenheit zeigen werden.“

      Im Ennshafen werden wirtschaftliche Segnungen den Veränderungen „wertfrei“ gegenübergestellt, die der Donauraum dadurch erfahren hat. Zusätzlich erfahren die BesucherInnen auf ei-nem ehemaligen Schleppkahn, der zu einem Erlebnisschiff umgebaut wurde, alles Wissenswerte zur Donauschifffahrt. „Eine ehrliche und wertfreie Darstellung von höchster wissenschaftlicher Qualität ist von der Ausstellung zu erwarten, für die in Oberösterreich die Kulturdirektion und in Niederösterreich das Landesarchiv inhaltlich verantwortlich sind“, so Kneifel.

      Am Ausstellungsstandort in Ardagger wird erstmals offensiv die Thematik der Hochwässer und der Naturveränderung an der Donau aufgegriffen. „Jeder menschliche Eingriff in die Donau führt dazu, dass es Gewinner und Verlierer gibt“, erklärt Univ.-Prof. Verena Winiwarter vom Institut für soziale Ökologie an der Uni Wien, die im Auftrag des nö. Landesarchivs die wissenschaftliche Leitung der Ausstellung am Standort Ardagger inne hat. „Kein Eingriff ist daher gut oder schlecht, sondern es kommt immer auf den Standpunkt an. Blickwechsel – etwa vom Menschen zum Fisch, zum Auwald und zurück – strukturieren daher die Ausstellung.“

      Ab 6. Mai ist „Donau. Fluch & Segen“ täglich von 10 bis 18 Uhr zugänglich. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.donau-ausstellung.at oder unter Telefon 07223/827 77 sowie unter ennshafen@donau-ausstellung.at und ardagger@donau-ausstellung.at. Eine gemein-same Karte ermöglicht den Eintritt in beide Ausstellungsstandorte.

      Die Ausstellung im Ennshafen ist selbsterklärend aufgebaut. Auf Anfrage ist eine Rundgang-Begleitung möglich. Am Standort Ardagger gibt es ein qualifiziertes Führungsteam. Dieses bietet zusätzlich zur Ausstellungsführung auch Sonderführungen für Schulklassen nach museumspädagogischen Grundsätzen und eine Spezialführung, die vor allem auch die Rolle der Frauen beim Leben an der Donau und mit den Hochwässern aufgreift.

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