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      Kneifel: „Alle Österreicher haben ein Recht auf Glasfaser-Internet!“

      Wirtschaftsbunddirektor Bundesrat Gottfried Kneifel bezog kürzlich bei der Debatte zum Bundesgesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen Stellung zum Thema Breitband-Offensive mit Ausweitung des digitalen Internetzuganges auf Gesamtösterreich.

      Wir leben in einer Gesellschaft, die eine Wissensgesellschaft ist. Jemand, der vom Wissen ausgeschlossen ist, ist benachteiligt. Ich halte es für ungerecht, wenn jemand Wissen, das er braucht, um sein Unternehmen zu führen, um seinen privaten Bereich zu verbessern, nicht bekommt. Wir wissen, dass 80 Prozent der Internetnutzung von zu Hause aus erfolgt. Objektive und repräsentative Untersuchungen beweisen das. Deshalb ist der Anschluss der Wohnbereiche wichtig, und zwar auch der entlegenen.
       
      Jeder, der in dieser Republik wohnt, braucht gleiche Chancen, gleiche Möglichkeiten, um sich an der Wissensgesellschaft und der Internetgesellschaft beteiligen zu können. Die Kinder und die jüngere Generation wachsen mit dieser digitalen Technik auf. Es gibt sogar Studien, die besagen, dass bereits 60 Prozent der Kleinkinder im Alter von drei Jahren ein iPad oder ein ähnliches Gerät benützt haben. Das Internet gehört mittlerweile schon zur Infrastruktur wie Kanal, Wasser, Telefon oder Stromanschluss. Diese Signale müssen auch von der öffentlichen Hand, die für Infrastruktur zuständig ist, entsprechend angenommen und behandelt werden.
       
      Wir brauchen wesentlich größere Bandbreiten für jeden Endkunden. Das ist durch unsere bestehenden Koaxialkabel nach oben hin nur technisch begrenzt möglich. Ich möchte das mit einem Vergleich verdeutlichen: Der Bandbreitenbedarf betrug vor zehn Jahren zwei Megabyte, jetzt sind es bereits 20 Megabyte. Laut Prognosen geht der Trend bis 2020 auf 100 Megabyte. Das schaffen konventionelle Kupferkabel, oder was auch immer das ist, nicht mehr. Wir brauchen Breitband, Glasfaserkabel, um diese Informationsgesellschaft in Zukunft zu versorgen. Sonst wird es mehr Ungerechtigkeit geben. Wer weniger weiß, ist benachteiligt. Wissen ist Macht, heißt es. Wir wollen alle Mitglieder unserer Gesellschaft daran teilhaben lassen.

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