Ministerrat beschließt Erhöhung des Saisonkontingents plus ein zusätzliches Westbalkankontingent
30. April 2025
Die Bundesregierung setzt einen wichtigen Schritt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Tourismus.
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30. April 2025
Die Bundesregierung setzt einen wichtigen Schritt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Tourismus.
Der österreichische Tourismus erlebte 2024 ein Rekordjahr – sowohl im Sommer als auch für die Wintersaison 2024/25 zeichnen sich neue Höchstwerte bei den Nächtigungen ab. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich die zentrale Rolle des Tourismus als Motor für die Konjunktur. Um den weiterhin hohen Fachkräftebedarf zu decken und den Tourismusstandort nachhaltig zu stärken, werden die jährlichen Kontingente auf 5.500 Saisonarbeitsplätze erhöht.
Zusätzlich wird ein eigenes Saisonkontingent für Arbeitskräfte aus den EU-Beitrittsländern des Westbalkans (Montenegro, Serbien, Nordmazedonien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina) in Höhe von 2.500 Plätzen eingeführt. Die dazugehörige Verordnung wird im September des Jahres erlassen, damit unsere heimischen Tourismusbetriebe bereits vor Beginn der Wintersaison Planungssicherheit gewährleistet werden kann.
Auch weiterhin bleibt ein temporärer Überziehungsrahmen von bis zu 50 Prozent zur Abdeckung von Saisonspitzen möglich, ohne dass im Jahresdurchschnitt die Kontingentgrenze überschritten wird. Die entsprechenden Verordnungen werden im September 2025 erlassen, um Betrieben und Saisonkräften ab dem Jahr 2026 frühzeitige Planungssicherheit zu bieten.
Der Erfolg des heimischen Tourismus beruht auf der hohen Qualität und Motivation seiner Beschäftigten. 2024 erreichte die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie mit durchschnittlich 226.765 Personen einen neuen Höchststand. Trotzdem bleibt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften hoch: Im März 2025 verzeichnete das AMS 8.202 offene Stellen in der Branche.
Um die Attraktivität des Tourismus als Arbeitgeber weiter zu steigern, wird im Einklang mit dem Regierungsprogramm ein gesetzlicher Fonds für Tourismusbeschäftigte eingerichtet. Dieser Fonds wird ab 2025 jährlich mit 6,5 Mio. € aus Budgetmitteln dotiert. Gefördert werden branchenspezifische Qualifizierungen sowie Sonderunterstützungen, etwa bei Arbeitsunfällen oder Arbeitslosigkeit.
„Mit diesen Maßnahmen setzten wir Impulse am Arbeitsmarkt, damit der Konjunkturstabilisator Tourismus am Laufen bleibt. Wir stärken den Herzschlag unseres Tourismusstandorts, geben den Betrieben Verlässlichkeit und Planbarkeit – und schaffen mit der Aufstockung der Saisonkontingente und dem neuen Tourismusfonds die Basis, damit Österreich auch morgen ein führender Tourismusstandort mit attraktiven Arbeitsplätzen bleibt. Exzellente Dienstleistung lebt von motivierten Menschen“,
so Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.