• News & Events

      Keine Ergebnisse gefunden

    • Sonstige Informationen

        Keine Ergebnisse gefunden

      Alle Suchergebnisse anzeigen schließen

      Nahostkonflikt bremst Erholung

      14. April 2026

      Strukturreformen dringend notwendig

      Nach zwei Rezessionsjahren setzte 2025 eine leichte Erholung ein. Die aktuellen Verwerfungen infolge des Nahostkonflikts gefährden jedoch die Fortsetzung der konjunkturellen Verbesserung. Der durch sie ausgelöste Energiepreisschock erhöht den Inflationsdruck und dämpft die Investitionstätigkeit der Unternehmen. Das IHS halbiert vor diesem Hintergrund seine BIP-Prognose für 2026 und erwartet aktuell nur noch ein Wachstum von +0,5 %. Das WIFO betrachtet aufgrund des unsicheren Umfelds drei Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen bezüglich der Öl- und Gaspreisentwicklung. Je nach Szenario liegt das BIP-Wachstum 2026 laut WIFO zwischen +0,2 % und +1,1 %; im Hauptszenario wird ein Plus von 0,9 % erwartet. Die zu Jahresbeginn stark zurückgegangene Inflationsrate steigt durch den Energiepreisschock wieder an. Die diesbezügliche Prognose des IHS liegt für 2026 bei 2,9 %; das WIFO erwartet eine Inflationsrate von 2,7 %.

       

      Die Prognosen sind mit hoher Unsicherheit bezüglich Dauer, Umfang und Auswirkungen des Nahostkonflikts behaftet. Höher als erwartete Öl- und Gaspreise würden die Wachstumsaussichten weiter bremsen sowie die Inflation kräftiger anheben. Das IHS merkt an, dass eine starke Übertragung der Preissteigerungen auf die Lohnentwicklung die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie weiter schwächen und damit Investitionen sowie Exporte dämpfen könnte. Strukturreformen könnten den Ausblick hingegen verbessern.

      Schließen